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Familienstellen ist eine psychotherapeutische Methode, die ihre Wirkung in systemischen Verbindungen zeigt. Diese Arbeit ist von ihrer Art her phänomenologisch, d.h. Stellvertreter eines Systems ( Familie, Beruf, Freundeskreis oder auch innerpsychische Zusammenhänge) präsentieren über die Funktion des Morphogenetischen- oder auch Wissenden Feldes die unbewußten emotionalen Zusammenhänge im betrachteten System.

Ziel dieser Aufstellung ist es, eine bisher nicht veränderbare  belastende Lebensituation zu betrachten und zu erkennen, welche neuen Wege sich eröffnen, um auf gute Weise mit der eignen Familie, den Kollegen oder mit sich selbst verbunden zu sein. Ängste, Wut und Mißverständnisse werden oft von einer liebevollen oder  verständnisvolleren Betrachtung der Mitmenschen abgelöst.

Begründet wurde diese Methode von Virginia Satir, weiterentwickelt von Bert Hellinger, und sie befindet sich auch heute noch im fortlaufenden Entwicklungsprozeß.

Eine Familienaufstellung ist eine tiefenpsychologisch wirksame Therapieform und sollte als solche  in einen therapeutischen Behandlungsverlauf eingebunden sein. Daher überprüfe ich in einem ausführlichen Vorgespräch sehr genau, ob eine Familienaufstellung aus psychotherapeutischer Sicht möglich ist.

So erfahre ich, was meinen Patienten wirklich am Herzen liegt und nur wenn mir eine Aufstellung möglich und auch sinnvoll erscheint, arbeiten wir mit dieser Methode an einem ganz speziellen Ziel. Dabei ist mir wichtig, dass wir  spätestens nach 4 Wochen in einem Folgegespräch gemeinsam schauen, ob und was sich verändert  hat, bzw. was ein nächster Schritt sein könnte.

In dem Vorgespräch  weise ich immer darauf hin, dass  eine Aufstellung keine Problemlösung herbeizaubert oder garantiert und  oftmals   Folgesitzungen notwendig werden, wodurch sich ein erweiterter Zeit und Kostenaufwand ergeben würde.

Es gibt zahlreiche Schwierigkeiten auf Eltern - Kind Ebene, in Partnerschaften, in Teams oder mit sich selbst, die sich in einer Aufstellung mit großer Klarheit, Intensität  bearbeiten  lassen.

Wichtige Voraussetzung für die Teilnahme und das eigene Aufstellen sind Eigenverantwortung und der Wunsch, wirklich selbst etwas für sich ändern zu wollen.

Ich biete Familienaufstellungen in Gruppen oder auch in Einzelarbeit an.

In den meisten Fällen bevorzuge ich die Gruppenarbeit, weil der Patient durch die intensive Arbeit an einem oder zwei Tagen in vielen Stellvertreterrollen berührt wird. Er fühlt und erkennt verschiedene Sichtweisen, die oft auch große Geschenke für seinen eigenen Prozess darstellen. Steht jemand z.B. in der Rolle eines Vaters oder einer Mutter, kann ihm das Fühlen als Stellvertreter ein anderes Verständnis für das Verhalten der eigenen Eltern ermöglichen.Hier sehen sie Beispiele aus einer Gruppenaufstellung

Einzelaufstellungen machen in einem psychotherapeutischen Behandlungsverlauf Sinn, wenn ein Thema in der Gruppenaufstellung noch nicht abgeschlossen werden konnte oder eine Gruppenaufstellung körperlich oder psychisch zu belastend wäre. Hier sehen sie Beispiele aus einer Einzelaufstellung

Dabei benutzen wir z.B. Decken, Kissen oder Stühle als symbolische Stellvertreter für Personen oder Gefühle, mit denen wir in der Aufstellung arbeiten.

Meine Haltung während der Aufstellungen ist achtsam, beobachtend und feinfühlig. Ich hinterfrage meine Beobachtungen  (die sich zeigenden Phänomene) und erarbeite gemeinsam mit den Stellvertretern Möglichkeiten und Wege, um eine heilsame Lösung  für alle am System Beteiligten zu erreichen.

Manchmal zeigt sich eine Veränderung durch die Aufstellung sehr schnell, oft aber braucht die mögliche Lösung Zeit und Geduld und manchmal auch weitere therapeutische Arbeit.

Es ist eine Arbeit, die mich immer wieder still werden lässt vor dem Schicksal vieler Familien und zutiefst dankbar für die tiefgreifenden heilsamen Veränderungen, die ich immer wieder miterleben durfte.

Besonders sorgfältig achte ich darauf, dass die Aufstellungen in den Gruppen von allen Teilnehmern in Achtung für die einzelnen Familien ablaufen. Auch führe ich die Vorgespräche immer einzeln durch, sodass die Stellvertreter keine Details der Familiengeschichte kennen und so unbelastet ihre Wahrnehmungen in den Rollen ausdrücken können.

Nach jeder Aufstellung werden die Stellvertreter durch ein von mir angeleitetes Ritual  von den  Gefühlen der übernommenen Rolle gelöst, sodass sie wieder ganz bei sich sind.

Anfängliche Ängste, sich in einer Gruppenaufstellung nicht wohlzufühlen, lösen sich erfahrungsgemäß immer während der ersten Aufstellung auf und machen der Freude Platz, mit eigentlich unbekannten Menschen auf so intensive und heilsame Weise zusammenarbeiten zu können.